Alles über Cocktails! Tips für die eigene Party * alle Zutaten erklärt * viele Rezepte mit und ohne Alkohol * Spiritosenlexikon * Barzubehör verständlich beschrieben.
Impressum AGB Disclaimer
Startseite COCKTAIL Rezepte
NAVIAGTION
eine Seite zurück zurück zur Übersicht eine Seite vor

 COCKTAILS
... MIT RUM
die Grundlage der meisten Cocktails ist Rum ...
... MIT GIN
... Gin ist sehr vielseitig einsetzbar ...

... MIT WODKA
... das „Wässerchen" für viele Cocktails ...

MIT LIKÖR
ist ein süsses Dessertgetränk zum Verfeinern ...

MIT SEKT
...die heitere Seite des perlenden Genusses ...

MIT WHISKY
... das „Wasser des Lebens"

COGNAC
... Cognac ist der bekannteste aller Brandweine ...

 BAR ZUBEHÖR
Barlöffel
Barmesser
Barsieb
Barzange
Blender
Bostonshaker
Cocktailspieße
Eiseimer
Eispickel
Eiszange
Eisschaufel
Ice Crusher
Limettenzange
Messbecher
Muskatreibe
Rührglas
Shaker
Spiralschneider
Stößel - Muddler
Zitruspresse
Sitemap
 
L E X I K O N


Barlöffel

Der langstielige Barlöffel wird zum Umrühren sowie auch als Maß für Zutaten wie Sirup oder Cream of Coconut genutzt. Er ist etwa 25 cm lang und fasst ca. 0,5 cl. Alternativ kann aber auch ein Teelöffel benutzt werden.


Barmesser

lexikon

Mit dem langgezogenen Barmesser kann man auch große Früchte wie z.B. Melone und Ananas bequem schneiden.


Barsieb - Strainer

lexikon

Ein Sieb mit Handgriff, das von einer Spiralfeder umschlossen wird. Durch die elastische Feder ist der Strainer mit jedem Shaker und jedem Mixglas verwendbar. Er wird immer dann benötigt, wenn der gerührte oder geschüttelte Drink umgefüllt wird und die Eiswürfel zurückbleiben sollen.


Barzange

lexikon

Die Barzange dient zum Entfernen des Drahtes von Sekt- und Champagnerverschlüssen und zum Anheben des Korkens.


Blender - Elektromixer

Mit dem Elektromixer, auch Blender genannt, werden Cocktails zubereitet bei denen die Früchte püriert werden sollen bzw. bei denen durch zerkleinertes Eis eine feinkörnige Konsistenz erreicht werden soll (z.B. Frozen Peach Margeruita). Außerdem erleichtert der Mixer das Zubereiten von Milchshakes oder anderen Getränken die Sahne, Dickmilch oder auch feste, also keine flüssige, Cream of Coconut enthalten.


Bostonshaker

lexikon

Der sogenannte amerikanische Bostonshaker besteht aus einem Glas und einem Metallbecher, die zusammen gesteckt werden. Für den Anfang tut es aber auch ein großes Glas mit Schraubdeckelverschluss.


Cocktailspieße

Kleine Spieße aus Holz oder Kunststoff mit denen man die Dekoration des Cocktails, wie z.B. Cocktailkirschen oder Orangenscheiben, aufspießt. Meistens werden die Cocktailspieße über den Glasrand gelegt.


Eiseimer

lexikon

Im Eiseimer werden Eiswürfel aufbewahrt. So hat man einerseits ständig welche zur Hand und andererseits werden sie im Eiseimer gut gekühlt! Eiseimer sind oft doppelwandig, damit die Kälte besser gehalten wird.


Ice Crusher - Eismühle

lexikon

Mit dem Ice Crusher (deutsch Eismühle) wird Crushed Ice, also gestossenes, zerkleinertes Eis hergestellt. Er funktioniert ähnlich wie eine Kaffemühle: Oben wird das Eis reingefüllt und dann kräftig durchgemahlen. Das Ergebnis ist Crushed Ice, das für sehr viele Cocktails, z.B. für den Caipirinha benötigt.


Eispickel

Sein Zweck besteht darin, zusammenklebende Eiswürfel zu Lösen.


Eiszange

lexikon

Mit der Eiszange werden Eiswürfel in das Trinkglas, den Shaker, Mixer oder das Rührglas gegeben.


Eisschaufel

Sehr gut sind Eisschaufeln mit Löchern, damit das Schmelzwasser ablaufen kann. Mit der Eisschaufel kann man gleich größere Mengen Eis verfrachten. Das ist insbesondere für Crushed Ice oft von Nutzen.


Limettenzange

lexikon

Um Limetten direkt ins Glas auszupressen kann man eine Limettenzange zu Hilfe nehmen.


Muskatreibe

Ist ein kleines Reibeisen für Nüsse. Für einige wenige Drinks benötigt man frisch geriebenen Muskat.


Rührglas

lexikon

Das Rührglas ist ein dickwandiges, hohes Glas mit einem Liter Volumen und Ausgießschnabel. Es ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Bar. Viele Cocktails werden gerührt und nicht geschüttelt. Man verwendet das Rührglas beim Zubereiten von Cocktails die nicht verwässern sollen oder die durch Schütteln unansehnlich werden. Um beim Abseihen Früchte im Glas zu lassen, wird ein Barsieb verwendet.


Shaker

lexikon

Zwei Arten von Shakern sind bekannt: der 3-Teilige Shaker bestehend aus Deckel, Siebeinsatz und Metallbehälter, und der etwas professionellere Boston-Shaker, bestehend aus einem Glasunterteil und einem langgezogenen Metalldeckel. Beim Boston-Shaker wird der Deckel leicht schräg auf das Glas gesetzt, leicht angeschlagen und dann waagerecht, mit dem Metallteil zum Gast, geschüttelt, und zwar so dass das Eis vorne und hinten anschlägt.


Spiralschneider

Er dient dem Schälen von Orangen oder Limetten. Die dabei entstehenden Schalenspiralen sind sehr dekorativ und werden als Garnitur verwendet.


Stößel - Muddler

lexikon

Ein Stößel (engl. Muddler) wird zum Auspressen von Limetten oder anderen Früchten benötigt. Er wird für exotische Drinks wie dem Caipirinha benötigt.


Zitruspresse

Mit der Zitruspresse wird aus Zitrusfrüchten der Saft gewonnen. Selbst gepreßter Saft schmeckt natürlich wesentlich besser als gekaufter Saft. Besonders bei Zitronen ist die Zitruspresse eine gute Alternative, da sich Zitronensaft nicht ewig hält und oft nur in kleinen Mengen verwendet wird.


Messbecher

lexikon

Zum Abmessen der Saft- und Alkoholmengen können Sie zwar ein geeichtes Schnapsglas verwenden, stilechter sind Messbecher aus Edelstahl mit zwei Kammern für 2 cl und 4 cl. Für größere Mengen brauchen sie einen Messzylinder mit feiner Skala und einem Schnabel zum ausgießen.


Calvados

Französischer Apfelbranntwein, Ethanolgehalt mind. 40 Vol%, teilsweise über 50 Vol%. Der name stammt vom Départment Calvados in der Normandie ab. Es lassen sich 2 Klassen ableiten: jene von heller Farbe und leichtem, fruchtbetonten Geschmack sowie jene von dunklerer Farbe mit karamellartigem Aroma und Geschmack. Das Bukett wird durch Lagerung in Eichenholzfässern erzielt.


Likör 43

lexikon

Licor 43 (sprich: Cuarenta y Tres) ist ein spanischer Likör, der aus 43 unbekannten Zutaten hergestellt wird. Es wird behauptet, daß die Geschichte dieses Likörs bereits im alten Karthago beginnt. Die alten Römer sollen die Rezepte in die spanische Stadt Cartagena gebracht haben, wo sie dann von Generation zu Generation weitervererbt worden sind. Die traditionsreiche Firma Diego Zamora stellt heute den goldgelben Licor 43 her, von dem lediglich die Hauptbestandteile Milch, Bananen und Zitrusfrüchte bekannt sind.


Campari

Campari Bitter, Alkoholgehalt 25 Vol%, wurde erstmals in Mailand 1862 von Gaspare Campari hergestellt. Das genaue Rezept ist Familiengeheimnis, nach Firmenangaben finden insgesamt 86 Kräuter, Wurzeln, Gewürze und Früchte Verwendung. Der bittere Geschmack stammt vom Chinin. Die rote Farbe stammt vom Farbstoff Cochenille (Karminrot), der von den Cochenille-Schildläusen durch Absaugen des Saftes spezieller Feigenkakteen (Opuntien) gebildet wird. Aus den getrockneten Schildläusen wird der Farbstoff extrahiert. Campari wird bevorzugt verwendet für Longdrinks zusammen mit Soda oder Orangensaft.


Grain-Whisky

Schottische Whiskysorte, die aus Gerste und Malz ohne Mälzung hergestellt wird, im Gegensatz zum Malt-Whisky.


Absinth

lexikon

Likör oder Branntweindestillat aus Wermuth (Artemisia absinthum) mit charakteristischer grüner Farbe. Die ätherischen Öle enthalten als Hauptbestandteil Thujon (25-70 %), das bei chronischem Genuss zu körperlichen und psychischen Schäden führt. Der bittere Geschmack ist auf den Gehalt des Glycosids Absinthin zurückzuführen. Im 18. und 19. Jahrhunderts war Absinth sehr beliebt, insbesondere in Künstlerkreisen (Van Gogh, Picasso, u.a). Die Herstellung war 1923 in Deutschland verboten worden, ebenso wie in den meisten europäischen Staaten. In Großbritannien ist Absinth bis 10 mg/kg Thujongehalt erlaubt. Seit 1998 ist in der EU Absinth mit maximal 10 mg/kg bei über 25 Vol% Alkohol zugelassen. Die Essenz des Wermutkrauts enthält 40 bis 70 Prozent Thujon. Als starkes Nervengift ruft es epileptische Krämpe hervor und kann bei chron. Mißbrauch (s. Absinth, Wermuth) zur Verblödung führen.


Physalis

Die Kapstachelbeere, ihr botanischer Name ist Physalis, ist ein Nachtschattengewächs und stammt ursprünglich aus Südamerika. Heute wird auch in Südafrika sehr viel Kapstachelbeere für den europäischen Markt angebaut. Die orangefarbene, etwa 1 cm große Beere wird von einer braunen, lampionförmigen, dünnen Haut umschlossen. Das Fruchtfleisch der Kapstachelbeere ist fest und sehr herb-aromatisch, es enthält wenig Saft.


Stirer

Rührstab


Cachaça

Cachaça (sprich: Kaschassa) ist ein brasilianisches Zuckerrohrdestillat, das in seiner heimat in unzähligen Marken angeboten wird. Auf dem internationalen Markt sind nur einige grosse Marken bekannt. Man schätzt, dass diese und die unzähligen Kleinbrenner jährlich über 2 Mrd. Liter herstellen. Den Rohstoff für den Cachaça liefert das noch grüne Zuckerrohr. Diese seit Ende des 17. Jahrhunderts bekannte Spirituose beherrscht den gesamten Spirituosenmarkt und ist aus dem brasilianischen Leben nicht wegzudenken. Im Gegensatz zum Rum, der aus Melasse hergestellt wird, ist Cachaça ein Destillat aus frischem, grünem Zuckerrohr. Der Produktionsvorgang verläuft ähnlich wie bei der Destillation von Obstwässern. Cachaça sollte man keinesfalls mit Rum vergleichen, da Herstellung und Ausgangsprodukt völlig verschieden sind. Cachaça ist in der Regel wasserhell, wird aber auch golden getönt angeboten. Der goldene Farbton stammt weniger von der Fasslagerung, sondern von Karamel. Der Name des berühmtesten Drinks - des Caipirinha - stammt von Caipira, der Bezeichnung für einfache Bauern und die Landbevölkerung überhaupt. Diesen Drink verdankt der Cachaça seinen Erfolg als eine der grossen Trendspirituosen der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts.


Beerenauslese

Weinprädikat für Qualitätsweine


Berliner Weiße

Obergäriges hefetrübes Gerstenbier mit ca. 30% Weizenanteil, das unter Zusatz von Milchsäurekulturen gebraut wird. Mit 7-8% Stammwürzeanteil zu den Schankbieren gehörig. Alkoholgehalt 2,5 bis 2,8 Vol%. Meist mit "Schuß" getrunken (Zugabe von Himbeer- oder Waldmeister-Sirup).


Benediktiner Likör

kräftiger, aromatischer franz. Kräuterlikör, zu dessen Herstellung mindestens 27 verschiedene Pflanzenstoffe verwendet werden, u.a. Ysop, Melisse, Koriander, Engelwurz, Thymian, Nelken, Safran, Zimt, Muskat. Alkoholgehalt 43 Vol%.


Bärenfang

Bärenfang oder Petzfang ist ein aus Honig und Primasprit hergestellter Likör, der mindestens 25 kg Honig pro 100 l Likör enthält. Ursprüngliche Heimat: Ostpreussen. Alkoholgehalt 15 Vol%.


Bacardi

Spezieller weisser herb-trockener Rum aus Martinique oder Puerto Rico, in Deutschland auf 40 Vol% Alkoholgehalt herabgesetzt. Auch eine dunkle, aromatische Rumsorte wird unter dieser Bezeichung vertrieben. Verwendung insbesondere für Cocktails und Longdrinks.


Bitter

Bitterliköre und Bitterbranntweine erhalten ihren Geschmack von sehr unterschiedlichen natürlichen herbbitteren Aromastoffen aus Wurzeln, Rinden oder Blättern. Die Inhaltsstoffe werden von den Herstellern geheim gehalten. Bekannte Bitterliköre sind Campari®, Fernet Branca® und Gammel Dansk®. Die Bezeichnung Magenbitter wird für verdauungsfördernde Bitterbranntweine wie Boonekamp®, Underberg® und Kümmerling® verwendet. Mindestalkoholgehalt 15 Vol%, meist 35-40 Vol%.


Blended Scotch Whisky

Verschnitt (Gemisch) aus schottischen Malt-Whisky und Grain-Whisky, z.B. die Handelmarken Ballantine´s®, Chivas Regal®, Dimple®, Johnnie Walker®, VAT®


Champagner

Um 1690 entwickelte der Mönch und Kellermeister Dom Pérignon die Möglichkeit, Wein durch eine zweite Gärung mittels Hefezusatz unter Druck zum Perlen zu bringen. Als im 19. Jahrhundert Veuve Cliquot-Ponsardin eine Methode entwickelte, die Hefe durch Rütteln und anschließendes Degorgieren am Flaschenhals anzusammeln und durch Ausfrieren des Flaschenhalses zu entfernen, war die "Méthode champenoise" geboren, wobei Champagner zunächst die Bezeichnung für Schaumwein allgemein war. Erst durch Gesetz von 1927 wurde ein Weinanbaugebiet von ca. 34.000 ha definiert, dessen kreidehaltiger Boden unter Anbau der Traubensorten "Pinot Noir" und "Pinot Meunier" (blau) und "Chardonnay" (weiss) allein zum Champagner führt. Die Traubenmenge pro Hektar sowie der Mindestalkoholgehalt im gewonnenen Most (1. Gärung) wird von der AOC kontrolliert und jährlich neu festgesetzt.

Die Cuvée, ein Verschnitt aus bis zu 50 verschiedenen Weinen verschiedener Lagen (horizontaler Verschnitt) bzw. verschiedener Jahrgänge (vertikaler Verschnitt) wird nach Zusatz von Zucker und Hefe in der Flasche vergoren (2. Gärung), was 6-8 Wochen bei 9-12 oC andauert. Anschliessend wird er noch mindestens für 15 Monate mit der Hefe gelagert. Danach werden die Flaschen mit dem Hals schräg nach unten in ein Rüttelpult gesteckt und täglich bei zunehmender Schräglage gerüttelt, bis sie nach ca. 6 Wochen senkrecht stehen. Die abgestorbene Hefe setzt sich dabei am Verschluss als Hefepfropf (sog. Depot) ab. Heute existieren Rüttelpulte, sogenannte Rumeure, die bis zu 10.000 Flaschen computergesteuert rütteln. Nach dem Ausfrieren des Depots wird die Versanddosage zugesetzt, eine Mischung aus Wein und Zucker, deren Menge die Geschmacksrichtung bestimmt (s. Sekt) und druckfest verkorkt.


Chartreuse

Ursprünglich im 16. Jahrhundert von einem unbekannten franz. Alchimisten entwickeltes "Lebenselixir", das im Kloster La Grande Chantreuse bei Grenoble zu einem ursprünglich grünen Likör mit kräftig-würzigem Geschmack (55 Vol%) perfektioniert wurde. Später kam noch ein gelber Chartreuse hinzu, der aus ca. 130 Kräutern, Weinbrand und Honig hergestellt wird (43 Vol%).


Chidre

Französischer prickelnder Apfelwein aus der Normandie. Der gepresste Apfelsaft von kleineren Kelteräpfeln wird in Fässern unter Hefezusatz langsam binnen ca. 3 Monate zunächst bei 18 oC, später bei ca. 10 oC vergoren. Durch die langsame Gärung bleibt Kohlendioxyd im Cidre gelöst und sorgt für das typische Moussieren. Nach dem Abtrennen der Hefe erfolgt noch eine Reifung von mehreren Monaten. Alkoholgehalt meist 2 Vol% (süsse Sorten, Cidre doux) bzw. 4 Vol% (herbe Sorten, Cidre brut).


Cognac

Nach franz. Recht in den Départements Charente und Charente-Maritime hergestellter Weinbrand von 40 Vol%. Mindestlagerzeit in Eichenholzfässern 30 Monate (VS), für normale Qualtitäten 4 Jahre (VSOP), für Spitzenqualitäten über 20 Jahre.

Das Brennen erfolgt in zwei Stufen, wobei die 1. Stufe einschließlich der Hefe gebrannt wird und ein 25-30%iges Destillat liefert. Nach dem 2. Brennen entsteht ein 72 %iges farbloses Destillat, das erst durch die Lagerung in Eichenholzfässern seine charakteristische Färbung und seinen Geschmack erzielt. Die Trinkstärke von 40 Vol% wird erst unmittelbar vor dem Abfüllen in Flaschen mittels Wasserzusatz erzielt.


Cointreau

Von Edouard Cointreau 1849 erstmals erzeugter kristallklarer Orangenlikör, hergestellt aus den Schalen grüner und bitterer Orangen sowie geheimer Kräuterzutaten. Das Destillat wird mit Zuckersirup vermengt und längere Zeit gelagert.


Curacao

Bereits im 17. Jahrhundert wurde aus getrockneten, besonders herb-bitteren grünen Schalen der Curacao-Frucht, ähnlich den Pomeranzen, aus den Antillen Curacao-Likör hergestellt. Der heute zugesetzte blaue Farbstoff macht Blue Curacao zu einem wichtigen Bestandteil von Longdrinks. Alkoholgehalt 34 Vol%, unter der Bezeichnung "Sec" oder "Triple Sec" auch mit höherem Alkoholgehalt.


Digestif

Sammelbezeichnung für verdauungsfördernde Spirituosen, die nach dem Essen getrunken werden, insbesondere Bitterliköre.


Doppelkorn

Kornbranntwein von mindestens 38 Vol% Alkoholgehalt.


Eierlikör

Aus Eiern, Puderzucker, Vanille-Aroma, Milch (Sahne) und Alkohol hergestellter Emulsionslikör, bei Handelsprodukten mindestens 14 Vol% Alkoholgehalt vorgeschrieben. Der Alkohol kann in Form von Primasprit (96 Vol%) oder in Form von Weinbrand (gelegentlich auch Weizenbrand) zugefügt werden.


Eiswein

Weinprädikat gemäss § 20 Abs.4 Ziffer 5 des deutschen Weingesetzes von 1994, das erteilt wird, wenn bei Lese und Kelterung des Qualitätsweins die Weintrauben in gefrorenem Zustand waren und die analytischen und sensorischen Kriterien für die Erteilung der amtlichen Prüfnummer erfüllt waren.


Enzian

Aus den Wurzeln des Gelben Enzians (gentiana lutea) durch Maischen mit Wasser, Vergären und Brennen hergestelltes Destillat aus den Alpenländern, insbesondere Österreich. Alkoholgehalt mind. 37,5 Vol%, meist 45-50 Vol%.


Federweißer

schweiz.: Sauser) Noch durch Hefereste getrübtes Gärungsprodukt des Weinmostes. Bei noch unvollständiger, jedoch abklingender Vergärung zunächst leicht süßlich schmeckend (Gefahr übermässigen Konsums). Nur wenige Tage haltbar, daher wird der Gärprozess durch kühle Lagerung verlängert. Das Angebot reicht entsprechend den regionlen Unterschieden von Anfang September (Italien) bis Oktober (Franken). Alkoholgehalt bis zu 10 Vol%.


Flambieren

Kurzzeitiges Entzünden brennbarer Alkoholika (ab 40 Vol%, meist mehr) direkt im Glas oder nach Übergießen von Speisen. Bei ca. 2-minütiger Flammbierzeit wurde in neueren Untersuchungen dabei ein Alkoholverlust von 8 % bis zu 18 % (Entzünden im Glas) ermittelt, wobei der Alkoholverlust von der Oberfläche abhängig ist, kaum jedoch vom Alkoholgehalt der Spirituose.


Fruchtsaft- u. Fruchtaroma-Liköre

Aus Aprikosen-, Birnen-, Brombeer-, Schw. Johannisbeer-, Kirsch-, Orangen- u.a. Früchten oder Fruchtaromen hergestellte Liköre. Der Mindest-Saftanteil beträgt 20 %, meist jedoch 40 bis 60 %. Aus der Fruchtmaische wird das Fruchtpektin enzymatisch durch Zugabe von Pektinasen entfernt, da sonst Ausfällungen oder Trübungen auftreten könnten. Bei gerbstoffhaltigen Früchten (Schlehen, Quitten) kann der Gerbstoff durch Gelantinezusatz entfernt werden. Fruchtaroma-Liköre enthalten lediglich das entsprechende Aroma sowie zusätzlich Farbstoffe.


Geiste

Bezeichnung für Destillate aus Früchten, die mangels gärungsfähigem Zucker nicht direkt vergoren werden können. Diese Früchte werden zunächst in hochprozentigem Primasprit gelagert, wodurch die Aromastoffe extrahiert werden. Anschließend erfolgt eine Destillation. Beispiele : Himbeergeist, Brombeergeist, Schwarzer Johannisbeer-Geist.


Gerstenmalz

Gerstenmalz wird neben Hopfen und Wasser als Ausgangsmaterial zur Herstellung untergäriger Biere, insbesondere Pilsener Biere, verwendet. siehe auch Malz


Gin

Wacholderbranntwein, dem noch weitere Gewürze zugesetzt werden (Koriander, Angelikawurzel, Lavendel, Orangenblüten). Der Zusatz von Primasprit zum Destillat ist erlaubt. Der Alkoholgehalt beträgt mindestens 38 Vol%.


Goldbrand

Branntweinverschnitt mit charakteristischem Geschmack, der speziell in der ehem. DDR und jetzt in den neuen Bundesländern von mehreren Herstellern vertrieben wird. Gemäß der Branntweinverordnung sind mindestens 10 % echter Weinbrand enthalten (unter der Bezeichnung Goldkrone 20 %). Handelsüblich sind Spirituosen mit 32 Vol% (teils auch 30 Vol%), wobei der Alkoholgehalt durch Zusatz von reinem Gärungsalkohol (Primasprit, Feinsprit) erzielt wird. Die leicht dunkelbräunliche Färbung wird durch Zusatz von Zuckercouleur erreicht. Im allgem. Sprachgebrauch wird Goldbrand oft als "Weinbrand" oder gar "Cognac" bezeichnet.


Grappa

Italienischer Trester-Branntwein aus Traubentrester, Mindestalkoholgehalt 37,5 Vol%. Aus Frankreich stammende Produkte tragen die Bezeichnung "Marc". Naturreiner Trester (aus weißen Rebsorten), der nur zuckerhaltig ist, wird zunächst fermentiert, bis etwa 4-6 % Alkohol entstanden sind und anschließend gebrannt. Aus roten Trauben entsteht ein bereits durchgegorener Trester, der direkt gebrannt werden kann. In den Schalen tragen einige Rebsorten besonders aromatische Stoffe, die bei der Destillation nicht verloren gehen und das Aroma des Grappa bestimmen.


Hopfen

Hopfen (Humulus lupulus) ist ein bis zu 6 m lang werdendes Schlinggewächs aus der Familie der Hanfgewächse. Seine zapfenänhnlichen Fruchtstände dienen als Ausgangsmaterial zum Bierbrauen, wobei zwischen Aroma- und Bittersorten unterschieden wird, die sich in ihrem Gehalt an sogenannten alpha-Säuren unterscheiden. Der Hopfengehalt im Bier bewirkt dessen sedierende und schlaffördernde Wirkung. Bitterstoffe: Humulon und Lupulon


Jagertee

Heißgetränk aus gleichen Teilen schwarzen Tees und Rotwein unter Zusatz von Zucker, Zimt und Nelken, dem nach dem Erhitzen noch Rum und Obstler zugefügt werden. In Österreich als Fertigprodukt erhältlich.


Kelterung

Vorgang des Abpressens des Traubensaftes (Most) aus der Wein-Maische. Der Pressrückstand wird als Trester bezeichnet und ist Ausgangsmaterial für die Grappa-Herstellung.


Klarer

Primasprit, der mit Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt wird, teilweise schwach aromatisiert. Nach EG-Recht keine eigene Spirituosenklasse, daher muß auf dem Etikett die Angabe "Spirituose" enthalten sein.


Kölsch

obergäriges Bier von 11,3 bis 11,8 Vol% Stammwürze und 4,8 % Alkoholgehalt. Mit Altbier verwand, jedoch weniger hopfenbetont.


Kornbranntwein

Seit über 500 Jahren aus Getreide hergestellter deutscher Branntwein, dessen Anteil fast ein Viertel der deutschen Spirituosenerzeugung ausmacht. Alkoholgehalt mind. 32 Vol%, ab 38 Vol% darf die Bezeichnung "Doppelkorn" verwendet werden.


Kräuterlikör

Unter Verwendung von Kräutern aller Art hergestellte Liköre von mindestens 15 Vol% Alkoholgehalt. Die Rezepturen sind meist geheim und gehen oft auf alte Klosterrezepte zurück, wie der Chartreuse- und Benediktiner-Likör. Appetit und Verdauung werden angeregt


Lagerbier

Untergäriges Bier mit 11-12,5 % Stammwürze, im Unterschied zu Pilsener weniger stark gehopft. Alkoholgehalt ca. 5 Vol%. Kräftig und leicht süßlich schmeckende klare Biersorte von hellgelber Farbe, daher auch die Bezeichnung "Helles". Die Bezeichnung Lager bezieht sich auf lange Reifezeit dieser Biersorte: Das im Winter gebraute Lagerbier wurde über den Sommer in Felsstollen gelagert und kam erst im Herbst zum Ausschank. Auch das Export-Bier gehört zu den Lagerbieren, das für den langen Transportweg durch den höheren Stammwürzegehalt haltbar gemacht wurde.


Lese

Bezeichnung für das Ernten der Weintrauben und ggf. selektieren der Weinbeeren. Die Lesezeit in Europa erstreckt sich je nach regionaler Lage des Anbaugebietes von Anfang September bis Ende Oktober.


Likör

Sammelbezeichnung für stark versüßte und gewürzte Spirituosen, die aus Alkohol, Wasser, Zucker, Aromen, ätherischen Ölen und Extrakten aus Gewürzen, Pflanzenteilen oder Fruchtsäften hergestellt werden. Der Name leitet sich vom lat. "liquor" (Flüssigkeit) ab. Der Zuckeranteil muß mindestens 100 g/l betragen (Emulsionsliköre: 250 g/l). Der Alkoholgehalt liegt bei Eierlikör bei mindestens 14 Vol%, sonst mindestens 20 Vol%. Der Alkoholzusatz erfolgt meist in Form von 96 vol%igem Primasprit, kann aber auch in Form von gereinigtem Kernobstalkohol, Kirschwasser oder Weinbrand erfolgen.


Malt-Whisky

Schottische Whisky-Sorte, zu deren Herstellung ausschließlich gemälzte Gerste verwendet wird. Nach zweifacher Destillation wird der Malt Whisky in Wildkirsch-, Apfel- oder Steineichenholzfässern für 8-12 Jahre gelagert. Handelsmarken z.B. Glenfiddich®. Gegensatz: Grain-Whisky. Mischungen von Malt-Whisky mit Grain-Whisky-Sorten werden als Blended Scotch bezeichnet.


Malz

Unter Malz versteht man beim Bierbrauen künstlich zum Keimen gebrachtes Getreide, für die Herstellung der untergärigen Biere nach dem Reinheitsgebot ausschließlich Gerste.


Melissengeist

Die Melisse war als Heilkraut bereits in der Antike bekannt und wird auch vom Arzt Paracelsus im 16. Jahrhundert als "bestes Kräutlein fürs Herz" erwähnt. Als alkoholischer Auszug (80 Vol%), zusammen mit anderen Kräuterextrakten, wird Melissengeist innerlich bei nervösen Magenbeschwerden, Einschlafstörungen und Erkältungen angewandt, äußerlich bei Muskelbeschwerden, migräneartigen Kopfschmerzen und nervösen Herzbeschwerden. Die Handelsmarke Klosterfrau Melissengeist® wurde 1826 von der belgischen Carmeliter-Nonne und Kloster-Apothekerin Maria Clementine Martin in Köln erstmals produziert.


Obstler

Allgemeine Bezeichnung für einen Obstbrand aus Kernobst.


Ouzo

Geschützte Bezeichnung für einen ausschließlich in Griechenland hergestellten zwei- oder dreifach destillierten Branntwein mit Zusatz von Anisöl und weiteren Zutaten wie Zimt, Ingwer, Fenchel. Alkoholgehalt 37,5 bis 46 Vol%. Ouzo ist mit dem türkischen Raki eng verwandt, der jedoch einen deutlich höheren Alkoholgehalt und keine weiteren Zusäzte ausser Anis enthält. Ouzo ist bei geringeren Alkoholgehalt opalisiernd trüb durch ausfallende (wasserunlösliche) Aniskristalle, bei höheren Alkoholgehalten klar. Er wird sowohl pur, "on the rocks" mit Eiswürfeln als auch mit Wasser verdünnt getrunken.


Pilsener Bier

Ursprünglich aus der tschechischen Stadt Pilsen stammendes stark hopfenbetontes (und damit bitteres) untergäriges Bier, das erstmals vom bayerischen Braumeister Josef Groll 1842 gebraut wurde. Seit 1900 unter dem Kurznamen "Pils" Gattungsbezeichnung für helle, stark gehopfte Vollbiere mit 11-12 % Stammwürze und 4,6 bis 5,2 Vol% Alkoholgehalt. Brennwert pro 100 ml: ca. 40 kcal bzw. 180 kJ.


Promille

Kurzzeichen: ‰ Allgemein ein relatives Maßzahlenverhältnis von 1:1000. Noch immer weit verbreitete Maßeinheit für die Blutalkoholkonzentration, so ist 1 Promille gleich 1 g Alkohol in 1 kg Blut (oder 1 mg/g Blut). Zur Berechnung aus der aufgenommenen Trinkmenge siehe Widmark-Formel.


Punsch

(indisch: panscha=fünf) Heissgetränk aus 5 Zutaten: Ethanol, Gewürze, Zitronensaft, Zucker und Wasser oder Tee. Als Alkoholkomponente dient sowohl Arrak als auch Weiß- oder Rotwein.


Qualitätswein

In Deutschland amtlich geprüfter und mit einer Prüfnummer versehener Wein gemäss §§ 17 bis 19 des Weingesetzes von 1994, der die gesetzlichen analytischen und sensorischen Mindestanforderungen erfüllt, erkennbar am Zusatz "QbA" (Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete). Anforderungen: Mindestalkoholgehalt 8,5 Vol%, Aufbesserung mit Zucker (Chaptalisierung) bis maximal 2,5 Vol% Alkohol, alternativ Entsäuerung oder Säurezusatz gestattet. Flüchtige Säuren bis maximal 1,2 g/l. Für Zusatzstoffe wie Schwefel sind Höchstgrenzen festgelegt. Verschnitte mit Weinen außerhalb der EU ist nicht gestattet.


Qualitätswein mit Prädikat

Als Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese oder Eiswein erlaubte Zusatzbezeichnung für inländische Qualitätsweine gemäss § 20 des Weingesetzes von 1994, erkennbar am Zusatz "QmP" (Qualitätswein mit Prädikat).


Raki

Geschützer Begriff für einen türkischen Branntwein aus getrockneten Weinbeeren (Rosinen), dem nach dem 1. Brand Anissamen (Früchte von Pimpinella anisum) zum Aromatisieren zugesetzt werden (80 bis 100 g/l) und der anschließend nochmals gebrannt wird. Sorten: Yeni Raki (45 Vol%), Altinbas Raki (50 Vol%), Kulüp Raki (50 Vol%). Raki ist eine klare Spirituose, die entweder pur getrunken wird oder mit Zusatz von etwas Wasser, wobei durch ausfallende, wasserunlösliche Aniskristalle (genauer: Anethol, 4-Propenylanisol, das zu 80 bis 90 % im Anisöl enthalten ist) die typische milchige Trübung auftritt. Der Geschmack ist durch den Aniszusatz intensiv lakritzähnllch.

Raki ähnelt dem griechischen Ouzo, der allerdings weniger Alkohol (37,5 Vol%) und weitere Zusätze enthält. Ein weiterer Verwandter ist der Tsipouro aus Kreta, der auf Weintrester (s. Grappa) basiert und mit Anis oder Fenchel araomatisiert ist.

Raki wurde bereits im 15. Jahrhundert von in Kleinasien ansiedelnden griechischen Weinbauern, den Rakizides, hergestellt.


Ramazotti

1815 in Mailand von Ausana Ramazotti erfundener halbbitterer Kräuterlikör aus 33 Kräuter und Wurzelextrakten (Handelsname: Amaro Felsina Ramazotti), Alkoholgehalt 30 Vol%. Verwendung als Digestif.


Reinheitsgebot

Nach dem Biersteuergesetz von 1952 müssen untergärige Biere ausschliesslich aus Gerstenmalz, Hopfen und Wasser hergestellt werden. In Bayern wurde das Reinheitsgebot bereits 1516 erlassen.


Rotwein

Da der Farbstoff der blauen Trauben nicht im Saft, sondern in den Beerenschalen lokalisiert ist, wird die Maische nicht sofort gekeltert, sondern direkt vergoren, wobei der gebildete Alkohol die Farbstoffe aus den Schalen herauslöst. Alternativ kann auch eine thermische Behandlung bei 60 bis 87 oC erfolgen.

Im Anschluß an die alkoholische Gärung wird heute meist zum Abbau der im Rotwein enthaltenen Apfelsäure ein biologischer Säureabbau (BSA, s. Malolaktische Gärung) durchgeführt.

Der Gehalt an Inhaltsstoffen ist bei Rotweinen deutlich höher als bei Weißweinen, da auch noch andere Bestandteile der Beerenhaut extrahiert werden. So ist der Gehalt an Flavanoiden ca. 10 mal höher. Die Flavanoide oxidieren während der Flaschenlagerung (Sauerstoffzutritt durch den Korken) zu langkettigen Molekülen, die den charakteristischen Geschmack der Rotweine bedingen.

Die phenolischen Inhaltsstoffe sind starke Antioxidantien, die bei regelmäßigem Konsum auch nachweisbare pharmakologische Wirkungen besitzen: Schutz vor Arteriosklerose, Absenkung des LDL-Cholesterin-Spiegels und Erhöhung von HDL-Cholesterin, Verminderung des Herzinfarkt-Risikos durch Verhinderung der Blutgerinnselbildung (Thrombose). In einer Flasche Rotwein sind zwischen 400 und 2000 mg Flavanoide enthalten.


Rotweinextrakt

Die im Rotwein enthaltenen Polyphenole (Flavanoide) werden neuerdings auch in Kapsel- oder Tablettenform angeboten, die 200 bis 957 mg Rotweinextraktpulver enthalten, jedoch frei von Alkohol sind.


Rum

Durch Vergären und Destillieren von Zuckerrohr-Saft, -Melasse oder -Sirup erzeugte Spirituose von 62-81 Vol% Alkoholgehalt. Original-Rum ist ein Importprodukt aus den Haupt-Zuckerrohranbaugebieten (Karibische Inseln: Antigua, Barbados, Jamaica, Martinique, Puerto Rico). Unter der Bezeichnung "Echter Rum" wird in Deutschland auf Trinkstärke (54 und 40 Vol%) herabgesetzer Import-Rum vertrieben. Rumverschnitt ist eine Mischung von mindestens 5 Vol% echtem Rum mit anderem Alkohol, deren Alkoholgehalt mindestens 38 Vol% beträgt. Neben herb-trockenen, farblosen Rumsorten wie Bacardi zeichnen sich die meisten Rumsorten durch ihren Aromareichtum aus, der sich auch in ihrem Gehalt kurzkettigen Carbonsäureestern bemerkbar macht. Frisch gebrannter Rum ist farblos und erhält seine Farbe erst durch Reifung in Holzfässern, aber auch durch Zusatz an Karamell. Das Aroma wird durch Zusatz von "Dunder", Rückständen aus vorangegangenen Brennprozessen, und "Skimmings", Schaum beim Auskochen des Zuckerrohrs, beeinflusst.


Sake

Japanischer Reiswein mit 16 bis 17 Vol% Alkoholgehalt. Sake wird meist warm (45 oC)getrunken, traditionell in kleinen Porzellantassen serviert.


Schnaps

Umgangssprachliche Bezeichnung für gebrannte Spirituosen, die meist auch eine Quantifizierung beinhaltet: ein "einfacher" Schnaps entspricht 20 ml, ein "doppelter" Schnaps 40 ml. Im Gastronomiegewerbe sind die Ausschankgläser mit entsprechenden Markierungsringen (2 cl, 4 cl) versehen.


Schoppen

Für Weine ("Schoppenweine") im offenen Ausschank aus größeren Weinbehältern übliche Bezeichnung, die sowohl für das Glas als auch für die enthaltene Weinmenge gebräuchlich ist, allerdings mit regional unterschiedlicher Bedeutung. So ist ein Pfälzer Schoppen 0,5 l, im Rheingau gibt es halbe Schoppen zu 0,2 l und in der Schweiz ist ein Schoppen 0,375 l.


Sekt

Sekt (Schaumwein) entsteht aus Wein (oft eine als Cuvée bezeichnete Mischung von bis zu 50 auch ausländischen Weinen) unter Zusatz von Zucker und Hefe (der "Fülldosage") in einer zweiten Gärung, die entweder direkt in der Flasche oder kostengünstiger in druckfesten Edelstahltanks erfolgt. Nach deren Abschluss wird der Sekt stark abgekühlt, damit die Kohlensäure nicht entweicht, und die Hefe wird abfiltriert (degorgiert) bzw. bei der Flaschengärung der ausgefrorene Hefepfropf am Flaschenhals entfernt. Die Süße kann durch weitere Zugabe von in Wein gelöstem Zucker erhöht werden ("Versanddosage"), muß jedoch EG-einheitlich deklariert sein: herb/brut: 0-15 g/l, sehr trocken/extra dry: 12-20 g/l, trocken/dry/sec: 17-35 g/l, halbtrocken/demi-sec: 33-50 g/l, mild/süß/doux: über 50 g/l. Es wird auf druckfeste Flaschen abgefüllt, die mit einem gesicherten Korkstopfen verschlossen und mindestens 9 Monate gelagert werden. Eine amtliche Prüfnummer gemäss der Schaumwein-Branntwein-Verordnung von 1971 wird erteilt, wenn der Alkoholgehalt mindestens 10 Vol%, der Kohlensäuredruck bei 20 oC mindestens 3 atm beträgt, sowie Zucker-, Säure- und Schwefelgehalt innerhalb der zulässigen Werte liegen.

Der Begriff Sekt entstammt dem engl. "sack" und soll nach einer Anekdote in der Weinkellerei Lutter & Wegener 1825 erstmals für Schaumwein gebraucht worden sein. Seit 1925 amtlicher Begriff in Deutschland.


Sherry

Wein aus dem kontrollierten Sherry-Anbaugebiet in Südandalusien mit der Rebsorte Palomino, mit 15,5 bis 19 Vol% Alkoholgehalt, der eine mindestens 3-jährige Reifung unter Luftzutritt erfahren hat. Die Reifung erfolgt entweder durch spontane Florausbildung (Hefeschicht) zum Typ der Finos oder nach Zusatz von Alkohol auf 17.5 Vol% zur Verhinderung der Florausbildung und direktem Luftzutritt zum Typ der Olorosos.


Slibowitz

auch Slivovitz oder Slivovic, ursprünglich aus Serbien stammender Obstbrand, der aus Zwetschgen hergestellt wird. Der Name stammt vom serbischen "sliva" (Pflaume). Das Destillat wird in Eichenholzfässern gelagert. Alkoholgehalt mind. 37.5 Vol%


Tequila

(auch: Tequilla) Mexikanischer Branntwein aus einer Agave (Maguey Tequilero). Der innere Strunk der Agave wird mnit dampf erhitzt und vergoren. Die daraus entstehende Pulque war bereits den Azteken bekannt. Anschießend wird 2-fach destilliert. Das als Vino Mezcal bekannte Destillat kann direkt konsumiert werden oder anschließend in Eichenholz-Fässern zum Tequila gereift werden. Bekannte Handelsmarke: Sierra®. Als Trinkritual befeuchtet man den Handrücken durch Abreiben mit einer Limonenscheibe, streut Salz darauf und leckt das Salz ab. Der Tequila wird "ex" getrunken und anschließend in die Limonenscheibe gebissen und der Saft ausgesaugt.

Tequilla ist Basis zahlreicher Cocktailvarianten, z.B. Margarita und Tequila Sunrise, ein Cocktail mit Orangen- und Zitronensaft, auch mit Grenadine.


Trester

Bezeichnung für die festen Bestandteile der Weintrauben, die nach der Kelterung zurückbleiben, also Traubenschalen, -kerne, und -stiele. Ausgangsmaterial für die Grappa-Herstellung.


Verschnitt

Ausdruck für das geschickte Vermischen von Spirituosen, meist zum Zwecke der Qualitätssteigerung. Gemischt werden können gleichartige Erzeugnisse verschiedener Herkunft oder verschiedener Jahrgänge, s. insbesondere Wein u. Blended Whisky. Beim Branntwein wird teilweise auch direkt mit Primasprit verschnitten.


Vol%

Abkürzung für Volumenprozent, gängige Konzentrationsbezeichnung für den Alkoholgehalt in Spirituosen. 1 Vol% entspricht einem Alkoholgehalt von 1 ml Alkohol in 100 ml Spirituose. Zur Umrechnung in g/l bzw. Gew%. Als Faustformel zur Umrechnung von Vol% in g/l ist mit dem Faktor 8 zu mulitplizieren (z.B. 5 Vol% = 40 g/l).


VSOP

Very Superior Old Pale ( vorzüglich, alt und hell), eine für Cognac verwendete Qualitätsbezeichnung nach 4-jähriger Lagerzeit im Eichenholzfaß.


Weinbrand

Branntwein aus Wein, der mindestens ein Jahr in Eichenholzfässern gelagert wird (erst ab 12 Jahren Lagerung darf auf das Alter hingewiesen werden). Alkoholgehalt im "Deutschen Weinbrand" 38 Vol%, sonst mind. 36 Vol%. Der Gehalt an höheren Alkoholen (Fuselalkohole) muß mindestens 150 g/hl betragen

Die wichtigsten Produktionsländer sind neben Frankreich (Cognac, Armagnac) und Deutschland die europäischen Mittelmeerländer Spanien und Italien (Metaxa®).


Wermut

In Südeuropa, Nordafrika und Asien wild wachsende und streng riechende Pflanze, botanischer Name Artemisia absinthium, eng. wormwood. Hauptinhaltsstoff ist das ätherische Öl Thujon, (25-70%), dessen körperlichen und psychischen Schädigungen zum Verbot des Absinths geführt hatten. Der bittere Geschmack wird von dem Glycosid Absinthin verursacht. Die appetitanregenden und verdauungsfördernden Eigenschaften des Wermuths waren bereits Hippokrates (460 v. Chr.) bekannt. Wermuthhaltige Käuterliköre und -weine müssen zu mind. 75 % aus Wein hergestellt werden, dem Kräuter, Alkohol und Zucker zugesetzt werden darf. Alternative Schreibweise für die Spirituosen: Vermouth. Handelsmarken: Martini®, Cinzano®, Picon®.


Whiskey

Schreibweise für irische und US-amerikanische Whiskeys. Der Name leitet sich vom gälischen "uisge" (Wasser) ab. Irische Handelsmarken z.B. Old Bushmills®, Tullamore®. In den USA wird insbesondere der Bourbon-Whiskey hergestellt, der aus Mais und Roggen gebrannt wird. Seltener sind reine Roggendestillate (Rye Whiskey), Malt Whiskey (aus gemälzter Gerste), Rye Malt Whiskey (aus Roggen und Malz), Wheat Whiskey (aus Weizen) und Corn Whiskey (aus Mais). Die Klassifikationsbezeichnung "straight" weißt auf eine Whiskeysorte aus einem einzigen Herstellungsprozeß hin, im Gegensatz zur Bezeichung "blended", die ein Gemisch mehrerer Whiskeysorten kennzeichnet.


Whisky

Schreibweise der schottischen und kanadischen Whiskies. In Schottland werden in erster Linie die Blended Scotch Whisky-Sorten neben Malt Whisky hergestellt, untergeordnet ist die Herstellung von schottischem Grain Whisky, der jedoch in Kanada bevorzugt wird. Gemeinsam ist allen Whiskies der hohe Gehalt an Begleitstoffen, die den charakteristischen Gemack und das Aroma verursachen. Frisch destillierter Whisky ist farblos. Die charakteristische goldgelbe Farbe entsteht im Laufe der Jahre während der Lagerung in Holzfässern, aus denen Inhaltsstoffe extrahiert werden, aus denen höhere Alkohole, insbesondere 2- und 3-Methylbutan-1-ol, freigesetzt werden. Zur Farbverbessung wird gelegentlich auch Zuckercouleur zugesetzt.


Wodka

russ.: Wässerchen. Spirtuose aus landwirtschaftlich gewonnenem Gärungsalkohol aus Getreide oder Kartoffeln, die durch Rektifikation oder Filtration über Holzkohle weitestgehend von ihren Begleitstoffen befreit ist. Alkoholgehalt mind. 40 Vol%.


XO

Abkürzung für "Extended Old" = "besonders alt". Insbesondere für Cognac gebräuchliche Qualitätsbezeichnung bei mindestens 6-jähriger Faßlagerung.


Zuckerrohr

ABot. Name Saccharum officinarum, engl. sugar-cane. Bis zu 4 m hoch wachsende schilfartige Pflanze aus dem subtropischen Raum, aus deren Halmen durch Abpressen oder Auslaugen mit Wasser Saccharosesirup gewonnen wird, der als Ausgangsmaterial zur Spirituosenherstellung (Rum, Cachaça) dient.

 
 COCKTAILS
... MIT KAFFEE
... Koffein kann Wunder bewirken ...
... MIT MILCH
... macht müde "Männer" munter ...

... MIT SAFT
... macht Cocktails mehr als nur fruchtig ...

MIT SIRUP
...z.B. die Fruchtvarianten mit exotischer Süße ...

Bowle
Sommer wie Winter eine Bowle wird immer gerne gewählt

MIT WASSER
... ist nicht zu unterschätzen ...

MIT ZUCKER
... braun, weiß, gelb ...

OHNE ALKOHOL
... Cocktails müssen nicht immer hochprozentig sein ...

 WISSENSWERTES
Lexikon A-Z
Tipps für das Mixen
Masseinheiten
Geschichte(n)
 GLÄSERKUNDE
Cocktailgläser
Cognacgläser
Sektgläser
Rotweingläser
Weissweingläser
Obstbrandgläser
Biergläser
verschiedene Gläser
 IMPRESSUM
Kontakt
Impressum
 
 Partnerseiten